Amerikanische Schabe
(Periplaneta americana)
Diese Schabe wird bis zu 38 mm groß und ist an ihrer rotbraunen Färbung sowie einem
rotgelben Halsschild mit zwei dunkelbraunen Flecken zu erkennen. Beide Geschlechter
sind voll geflügelt. Ihre Eipakete trägt die Amerikanische Schabe nur wenige Stunden
bis maximal sechs Tage umher und klebt sie anschließend in Ecken oder Ritzen fest.
Dabei werden die Eipakete mit Papierstückchen, Holzspänen oder ähnlichem Material
abgedeckt, was zugleich eine wirksame Tarnung bildet. Nach 1-2 Monaten schlüpfen
anschließend die Larven. Die Gesamtentwicklungsdauer der Schabe beläuft sich auf
etwa ein Jahr. Amerikanische Schaben benötigen sehr viel Wärme und sind Alles-fresser.
Als Nahrung dient jede Art organischer Materialien, also beispielsweise auch Papier,
Leder und Gewebe. Die bevorzugte Nahrungsquelle bilden feuchte, weiche und faulende
Lebensmittel und Stoffe. Schäden verursacht die Amerikanische Schabe durch die Verbreitung
von Salmonellen, Fäulniserregern und Krankheitskeimen, die beispielsweise Milzbrand
und Tuberkulose verursachen können. Grundlage jeder Gegenmaßnahme ist die rechtzeitige
Entdeckung des Befalls. Dabei haben sich Klebefallen mit speziellen Lockstoffen sehr
gut bewährt. Die eigentliche Bekämpfung geschieht mittels Sprüh-Insektiziden und
Fraßködern, wobei letztere aufgrund der geringeren Umweltrisiken von uns bevorzugt
eingesetzt werden. Die Schabenbekämpfung kann nicht in Form von Einzelmaßnahmen erfolgen,
da diese keinen dauerhaften Erfolg versprechen. Erforderlich sind vielmehr kontinuierliche
Maßnahmen und eine regelmäßige Erfolgskontrolle. Nur so lassen sich dauerhafte Erfolge
erzielen! Preventa ist hierbei in Köln Ihr erster Ansprechpartner
Braunbandschabe
(Supella longipalpa)
Die Braunbandschabe wird bis zu 11 mm groß. Ihre Bezeichnung verdankt sie den zwei
helleren Querstreifen auf den Flügeldecken, die sich von der ansonsten hellkastanien-
bis dunkelbraunen Färbung abheben. Die Männchen sind im Gegensatz zu den kurzflügeligen
Weibchen langflügelig. Diese Schabenart, die auch an entlang senkrechter oder überhängender
Wände laufen kann, legt die Eipakete unmittelbar nach der Fertigstellung ab. Die
Braunbandschabe verbreitet einen widerlich süßlichen Geruch und ernährt sich als
Allesfresser von unterschied-lichsten organischen Materialien. Bevorzugt werden feuchte,
weiche, faulende Lebensmittel und Stoffe aufgenommen, aber auch andere organische
Materialien wie Leder, Papier und Gewebe werden aufgenommen. Die Braunbandschabe
hinterlässt Verunreinigungen und verbreitet Fäulniserreger und Krankheitskeime wie
Salmonellen, Tuberkulose und Milzbrand. Die Detektion erfolgt über mit speziellen
Lockstoffen versehene Klebestreifen, die Bekämpfung durch Sprüh-Insektizide und Fraßköder.
Fraßköder bilden die bevorzugte Methode, da sie geringere Umweltrisiken bergen. Eine
erfolgreiche Schabenbekämpfung setzt auch bei dieser Schabe kontinuierliche Maßnahmen
voraus, da Einzelmaßnahmen keinen dauerhaften Erfolg ermöglichen. Vertrauen Sie bei
der Schabenbekämpfung auf Preventa in Köln.
Hausschabe
(Blattella germanica)
Die bis zu 13 mm große Hausschabe weist eine gelbbraune Färbung auf und ist durch
zwei dunkelbraune Längsstreifen auf dem Halsschild gekennzeichnet. Bei dieser Schabenart
sind beide Geschlechter zwar geflügelt, aber flugunfähig. Die Weibchen tragen die
Eipakete mit etwa 20-40 Eiern bis zu fünf Wochen umher und legen diese anschließend
wahllos ab. Eine Chitin-Hülle verleiht diesen Eiern eine hohe Widerstandsfähigkeit,
die sie auch für viele Bekämpfungsmethoden unempfindlich macht. Nach kurzer Zeit
schlüpfen anschließend die Junglarven. Die gesamte Entwicklungsdauer dieser Schabenart
liegt zwischen zwei und drei Monaten. Wie alle Schabenarten bevorzugt die Hausschabe
dunkle, feuchte Verstecke, weswegen sie über einen langen Zeitraum unbemerkt bleiben
kann. Ebenfalls typisch für alle Schabenarten ist die ausschließlich nächtliche Nahrungssuche.
Die Hausschabe kann für sehr lange Zeit ohne Nahrung überleben. Auch Hausschaben
sind Allesfresser und ernähren sich von jeder Art organischen Materials. Wie andere
Schabenarten bevorzugen sie faulende, feuchte, weiche, Lebensmittel und Stoffe, ernähren
sich aber auch von Papier, Leder und unterschiedlichen Arten von Gewebe. Die Verbreitung
von Tuberkulose, Salmonellen und Milzbrand wird durch einen Befall mit Hausschaben
begünstigt, da sie Überträger der entsprechenden Krankheitskeime sind. Auch eine
Verbreitung von Fäulniserregern sowie erhebliche Verunreinigungen sind Folgen eines
Hausschabenbefalls. Voraussetzung einer wirksamen Schabenbekämpfung ist die rechtzeitige
Entdeckung, für die Klebefallen eingesetzt werden, die mit entsprechenden Lockstoffen
versehen werden. Die Bekämpfung erfolgt durch Fraßköder. In Frage kommen auch Sprüh-Insektizide,
die wegen der größeren Umweltbeeinflussung jedoch nicht das bevorzugte Mittel darstellen.
Aussichten auf dauerhaften Erfolg bietet nur eine kontinuierliche Schabenbekämpfung
mit gleichzeitiger Ergebniskontrolle. Wie bei anderen Schabenarten versprechen auch
hier einmalige Maßnahmen keinen nachhaltigen Erfolg.
Orientalische Schabe
(Blatta orientalis)
Die Orientalische Schabe ist auch unter den Bezeichnungen Küchenschabe, Kakerlake
oder auch Brot- bzw. Bäckerschabe bekannt. Sie ist 20-28 mm groß, die Männchen weisen
eine kastanienbraune Färbung auf, die Weibchen sind nahezu schwarz. Während das Männchen
über Flügel verfügt, die annähernd die Länge des Hinterleibs aufweisen, hat das Weibchen
nur Flügelstummel. Das typischerweise aus 16 Eiern bestehende Eipaket wird bereits
nach zwei bis fünf Tagen abgelegt. Bis zum Schlüpfen der Larven vergehen anschließend
noch zwei bis drei Monate. Die Entwicklung der Orientalischen Schabe wird durch hohe
Temperaturen deutlich beschleunigt: Beträgt die normale Entwicklungsdauer ein Jahr,
so wird sie durch hohe Temperaturen auf nur 22 Wochen verkürzt. Verglichen mit der
Deutschen Schabe ist die Orientalische Schabe deutlich wärmeliebender. Die Orientalische
Schabe verbreitet einen widerlichen, süßlichen Geruch. Auch bei dieser Schabenart
bilden weiche, faulende, feuchte Lebensmittel die bevorzugte Nahrungsquelle, wenngleich
auch beispielsweise Papier, Leder und Gewebe und andere organische Materialien aufgenommen
werden. Auch die schädlichen Auswirkungen sind typisch für einen Schabenbefall: Auch
die Orientalische Schabe überträgt neben Salmonellen auch Milzbrand- und Tuberkuloseerreger
und bewirkt Verunreinigungen sowie die Ausbreitung von Fäulniserregern. Die Bekämpfungsmethoden
sind ebenfalls typisch für Befälle mit Schaben: Im Anschluss an die Detektion mittels
mit entsprechenden Lockstoffen versehenen Klebefallen kommen entweder Sprüh-Insektizide
oder Fraßköder zum Einsatz. Soweit möglich, verzichtet Preventa auf den Einsatz von
Sprüh-Insektiziden, da die Auswirkungen auf die Umwelt vergleichsweise größer sind
als beim Einsatz von Fraßködern. Auch ein Befall mit orientalischen Schaben erfordert
die kontinuierliche Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen und kann nicht mittels
einer Einzelmaßnahme getilgt werden. Eine ständige Überprüfung ist auch hier zwingend
erforderlich, um dauerhafte Erfolge bei der Kakerlakenbekämpfung zu garantieren.
Wühlmaus
(Arvicola terrestris)
Die Wühlmaus ist zwischen 12 und 22 cm lang, ihr Schwanz ist ein wenig kürzer als
die halbe Körperlänge. Das Gewicht variiert zwischen 60 und 180 Gramm. Von Hausmäusen
und Ratten ist sie durch ihren gedrungenen Körperbau und den vergleichsweise großen
und breiten Kopf leicht zu unterscheiden. Die Paarungszeit reicht von März bis Oktober.
Nach einer Tragzeit von drei Wochen wirft das Weibchen drei bis acht Junge, die nach
ca. acht Wochen geschlechtsreif werden. Drei bis sechs jährliche Würfe sind üblich.
Bevorzugter Lebensraum sind frische, feuchte Böden sowie Gräben, Bachufer und Böschungen.
Auch in extensiv genutzten Wiesen und vergrasten Jungkulturen wie Gärten, Obstanlagen
und Weinbergen ist die Wühlmaus zu finden. Sie lebt in weit verzweigten Gangsystemen
und verursacht erhebliche Wühlschäden. Hauptnahrungsquellen sind Wurzeln, Knollen
und Gemüse. Die Wühlmaus kann tauchen und schwimmen, ist tag- und nachtaktiv und
hält keinen Winterschlaf. Zur Wühlmausbekämpfung eignet sich neben speziellen Ködern
auch die Einleitung von Gasen in die Gangsysteme. Preventa in Köln hat die passende
Methode.
Hausbock
(Hylotrupes bajulus)
Die Größe dieses schwarz oder braun gefärbten Schädlings reicht von 8 bis 25 mm.
Auffällige Merkmale sind weiße Flecken, die sich auf den Flügeldecken befinden und
an Querbinden erinnern, sowie zwei schwarz glänzende Schwielen auf dem Halsschild.
Die im ausgewachsenen Stadium zwischen 15 und 30 mm großen Larven sind gelblichweiß,
wirken „eingekerbt“ und weisen eine kaum sichtbare Behaarung auf. Ihr Querschnitt
ist oval. Das Weibchen verfügt über eine ausfahrbare Legeröhre. Im Zeitraum Juli
bis Oktober legt es damit 50 bis 160 Eier in vier bis sieben Gelege im rissigen Holz
ab. Die nur ungefähr 2 mm großen Eier weisen eine elliptische Form mit spitzen Enden
auf. Abhängig vom Eiweißgehalt ernähren sich die Larven drei bis zehn Jahre im Holz,
ehe sie verpuppungsreif werden. Dadurch verursachen sie gravierende Schäden am Holz
und können die Statik von Gebäuden irreparabel schädigen. Nach ungefähr drei Wochen
schlüpft ein Käfer, der nach erfolgter Paarung erneut Eier ins Holz legt. Anfällig
für Schäden durch einen Hausbockbefall sind insbesondere trockene Nadelhölzer, die
ihm wegen des hohen Eiweißgehalts ideale Bedingungen bieten. Dachkonstruktionen von
Häusern sind mittlerweile der bevorzugte Lebensraum dieses Freilandtiers. Im Außenbereich
tritt er hauptsächlich in aus geeigneten Hölzern hergestellten Masten und Zaunpfählen
auf.
Stubenfliege
(Musca domestica)
Die Stubenfliege ist schwarz und erreicht eine Größe von etwa 7-8 mm. Der nach unten
gerichtete Saugrüssel endet in einem Saugkissen, das leicht zu erkennen ist. Ihre
Flügel überschneiden sich in Ruhestellung. Die bis zu 2000 Eier werden überall dort
abgelegt, wo eine Zersetzung organischer Substanzen stattfindet, also beispielsweise
in Fäkalien, Komposthaufen und auf Müllplätzen. Die Stubenfliege belästigt Menschen
und Tiere, deren Nähe sie wegen ihrer Vorliebe für Schweiß und andere Körperausscheidungen
sucht. Die Liste der von ihr übertragenen Infektionskrankheiten ist lang: Cholera,
Kinderlähmung, Salmonellosen, Typhus, Maul- und Klauenseuche usw.. Neben einer Verschmutzung
droht auch eine Kontamination von Möbeln und Lebensmitteln. Bei der Bekämpfung genießt
die Beseitigung der Ursachen des Befalls höchste Priorität. Zu diesem Zweck ist unbedingt
eine rasche Entsorgung oder kühle Lagerung von Abfällen geboten. Flüssige Verunreinigungen
sollten auf jeden vermieden werden. Des Weiteren sollten ausschließlich dicht schließende
Abfallbehälter verwendet werden, deren regelmäßige Leerung und Reinigung sichergestellt
sein sollte. Fliegen können mit Fliegengittern weitgehend aus Gebäuden ferngehalten
werden, weswegen deren Einsatz in Lebensmittelbetrieben vorgeschrieben ist. Eingedrungene
Fliegen können mittels UV-Lockfallen mit Klebestreifen unschädlich gemacht werden.
Klebestreifen verhindern wirksam, dass Insektenteile auf darunter befindliche Lebensmittel
fallen können. In Fällen eines akut starken Befalls empfiehlt es sich, professionelle
Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Schädlingsbekämpfer kann den Fliegenbefall mittels
Nebelpräparaten beseitigen, nachdem zuvor Brutstätten und umherkriechende Maden mit
Kontaktinsektiziden behandelt wurden.
Deutsche Wespe
(Paravespula germanica)
Die Deutsche Wespe ist 13-20 mm groß und weist die typische schwarzgelbe Färbung
auf. Der Kopfschild ist durch 1-3 schwarze Punkte gekennzeichnet. Wespen leben in
Nestern, die aus einer papierartigen Masse bestehen. Im Frühjahr treten sie nur vereinzelt
auf, da ausschließlich die Königin über-wintert. Aus deren Eiern schlüpfen hauptsächlich
die Arbeiterinnen. Sie sind Ursache der im Spätsommer und im Herbst auftretenden
Wespenplagen. Wespenstiche sind sehr schmerzhaft. Des Weiteren verursachen Wespen
Fraß an Obst, Kuchen, Säften und weiteren Lebensmitteln. Wespen benötigen auch tierisches
Eiweiß. Zur Wespennestentfernung sollte professionelle Hilfe in Köln angefordert
werden.
Gemeine Wespe
(Paravespula vulgaris)
Die Gemeine Wespe ähnelt in Vielem der Deutschen Wespe. Auch von dieser Art überwintern
nur die Königinnen, weswegen Wespen-plagen erst im Spätsommer oder Herbst auftreten,
wenn die Arbeiterinnen aus deren Eiern geschlüpft sind. Sie verursacht Fraß an Obst,
Säften, Kuchen und weiteren Lebensmitteln. Wie die Deutsche Wespe ist auch die Gemeine
Wespe auf tierisches Eiweiß angewiesen. Wespen zu entfernen kann zu vielen schmerzhaften
Stichen führen, deshalb sollte ein Fachunternehmen in Köln beauftragt werden.
Mehlmotte
(Ephestia kuehniella)
Die Mehlmotte besitzt eine Flügelspannweite von 25mm. Die Vorderflügel dieses Falters
sind bleigrau und weisen gezackte dunkle Querbänder auf, wogegen die helleren Hinterflügel
einfarbig sind. Die Mehlmotte legt ca. 200 Eier, aus denen bis zu 20 mm lange Raupen
mit rötlicher, grünlicher oder weißer Färbung schlüpfen, die oft in Gespinströhrchen
sitzen. Drei oder vier Generationen dieses kälteempfindlichen Schädlings verpuppen
sich jährlich in unterschiedlichen Verstecken wie Ritzen und Säcken. Die Raupen schädigen
Mehlprodukte in mehrfacher Hinsicht: Sie fressen und verschmutzen sie. Darüber hinaus
verspinnen sie Mehlprodukte, was zu Verstopfungen in Sieb- und Fördereinrichtungen
führen kann. Im privaten Haushalt ist das Problem gewöhnlich gelöst, wenn verdorbene
Lebensmittel entsorgt werden. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass sich erwachsene
Puppen und Raupen versteckt haben können. Hilft auch eine gründliche Reinigung nicht
dauerhaft, ist professionelle Hilfe notwendig. Zur Mottenbekämpfung werden Sprüh-
und Nebelverfahren eingesetzt.
Kleidermotte
(Tineola biselliella)
Die 4-9 mm lange Kleidermotte erreicht eine Spannweite von 14 mm und ist an ihren
gelb glänzenden Vorderflügeln erkennbar. Die Hinterflügel sind heller. Aus den 100-200
einzeln an Stoffen abgelegten Eiern schlüpfen nach 2 Wochen Raupen, die sich bei
typischer Zimmertemperatur in 3 Monaten zum Schmetterling entwickeln. In geheizten
Räumen sind drei bis vier Generationen pro Jahr typisch, in ungeheizten zwei. Merkmal
eines Befalls sind 15 cm lange Gespinströhrchen. Schaden verursachen die schmutzig-gelbweißen
Raupen in Form von Lochfraß und Kahlstellen an Wollstoffen, Teppichen, Textilien
und andern Stoffen. Befallen werden primär über längere Zeit nicht getragene Kleidungsstücke.
Als Monitoringsysteme kommen Pheromonfallen zum Einsatz, die herumfliegende Männchen
anlocken und an Klebestreifen festhalten. Ein Nachweisverfahren, das nur bei geschlossenen
Türen und Fenstern angewandt werden sollte! So kann der Entwicklungsort der Motten
lokalisiert werden. Zur Mottenbekämpfung sind Pheromonfallen hingegen nicht geeignet,
hier empfiehlt sich eine mehrstündige Vernebelung befallener Räume.
Kornmotte
(Nemapogon granellus)
Die Kornmotte, deren Spannweite 12 mm beträgt, hat silberglänzende Vorderflügel und
ähnelt ansonsten der Getreidemotte. Aus den ca. 100 zwischen Körnern abgelegten Eiern
schlüpfen die bis zu 10mm langen Raupen von weißlich-gelber Farbe. Die Puppen der
zwei jährlichen Generationen finden sich vorzugsweise in Getreide, aber auch in Holzritzen.
Die Raupen fressen Getreide, bevorzugt Roggen, wobei Jungräupchen die Keimanlagen
der Körner bevorzugen. Typisches Merkmal eines Befalls ist glänzendes Gespinst auf
Getreide-haufen. Auch Drogenpflanzen, Gewürze und sonstig pflanzliche Materialien
werden geschädigt. Als Bekämpfungsmethode hat sich die Begasung befallenen Getreides
mit Phosphorwasserstoff bewährt. Haushalte werden selten befallen. Zur Mottenbekämpfung
werden Sprüh- und Nebelverfahren eingesetzt.
Kupferrote Dörrobstmotte
(Plodia interpunctella)
Die Flügelspannweite beträgt 20 mm. Die gelbgrauen Vorderflügel weisen kupferrote
Spitzen auf. Zwei mal jährlich schlüpfen aus ungefähr 200 Eiern Raupen, die eine
weiß-rosa oder grünliche Färbung zeigen. Die Raupen fressen die Keimanlagen von Körnern,
die Körner sind häufig durch Gespinst mit Kotkrümeln zu Klumpen verbunden. Insbesondere
vor der Verpuppung tritt eine starke Gespinstbildung auf. Weitere Schäden entstehen
durch Lochfraß, beispielsweise an Nüssen, Backwaren, Gewürzen, gelagerten Drogenpflanzen
und Dörrobst. Zur Mottenbekämpfung werden Sprüh- und Nebelverfahren eingesetzt.
Brotkäfer
(Stegobium paniceum)
Der rostbraune Brotkäfer ist ca. 3 mm lang und nimmt im entwickelten Stadium keine
Nahrung mehr auf. Typischerweise gibt es nur eine Generation pro Jahr. Bis zu 100
Eier werden in Nährstoffe abgelegt. Die weißen Larven legen große Strecken zurück
und dringen nahezu überall ein. Die Puppen befinden sich in ovalen Köchern, die aus
Nahrungsteilchen gesponnen werden. Geschädigt werden Teigwaren, Gebäck, Brot, Hülsenfrüchte,
Mahlprodukte, Kaffeebohnen, trockene Pilze und auch Verpackungsmaterialien. Typisch
sind kreisrunde Löcher in Stecknadelkopfgröße. Eine Behandlung befallener Lebensmittel
ist nicht möglich, die befallene Ware muss entsorgt werden. Zur Bekämpfung umherkriechender
Käfer eignen sich Kontaktinsektizide. Im Haushalt genügt meist die Entsorgung der
Befallsursache.
Kornkäfer
(Sitophilus granarius)
Der Kornkäfer ist 2,5 bis 5 mm groß, weist eine braune bis schwarze Färbung auf und
ist flugunfähig. Er ist der wichtigste Schädling in gelagertem Getreide. Die gesamte
Entwicklung dieses Rüsselkäfers vom Ei über Larve und Puppe bis zum voll entwickelten
Tier findet gewöhnlich in Getreidekörnern statt, bisweilen aber auch beispielsweise
in Graupen oder Teigwaren. Zur Ablage der 100-200 Eier nagt das Weibchen ein Loch
in das Getreidekorn, das anschließend mittels eines Sekrets wieder verschlossen wird.
Daher sind befallene Körner äußerlich schwer zu erkennen. Die Larven fressen die
Körner von Innen vollständig auf und hinterlassen nur die leere Hülle. Da Kornkäfer
lichtscheu sind, kommt es nur im Inneren von Getreidehaufen zu einem Befall, wobei
bevorzugt Getreide mit hohem Feuchtigkeitsgehalt befallen wird. Das befallene Getreide
ist an einer Erwärmung und einem muffigen Geruch zu erkennen. Befallene Vorräte können
unter Einhaltung der speziellen gesetzlichen Bestimmungen mit Phosphorwasserstoff
begast werden. Andere Methoden helfen nicht gegen die Larven im Inneren der Körner.
Im privaten Haushalt sollten umherkriechende Käfer aufgesaugt und befallene Ware
entsorgt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Produkten mit ganzen Körnern.
Eine Lagerung der Lebensmittel bei Temperaturen von weniger als 13° verhindert wirksam
einen Befall.
Kugelkäfer
(Gibbium psylloides)
Das Weibchen dieses 2-3 mm langen rotbraun glänzenden Käfers legt 20-30 Eier, aus
denen nach 2-4 Wochen die Larven schlüpfen. Üblich ist eine Generation pro Jahr,
in gut beheizten Räumen mit reichem Nahrungsangebot kommen auch zwei Generationen
pro Jahr vor. Der lichtscheue Kugelkäfer ist sehr beweglich, nachtaktiv und bevorzugt
feuchte Räume. Er tritt bevorzugt in alten Gebäuden auf, in deren Boden- und Deckenhohlräumen
er sich tagsüber versteckt. Ungewöhnlich ist, dass der vollentwickelte Tier die größten
Schäden verursacht. Zerstört werden beispielsweise Seide, Kunstfasern und Wolle,
teilweise auch Zigarren und Lebensmittel. Massenhaft tritt der Kugelkäfer in Hohlräumen
auf, in denen sich organische Abfall- oder Isolierstoffe befinden, die z.B. auch
durch Schadnager dorthin gebracht worden sein können. Die Entwicklung des Käfers
findet bevorzugt in Fehlbodenfüllungen alter Häuser statt. Dort muss die Bekämpfung
dieses Schädlings stattfinden, die zwingend alle Hohlräume eines Hauses umfassen
muss. Die langwierige und aufwändige Bekämpfung kann nur von Experten fachgerecht
durchgeführt werden.
Mehlkäfer
(Tenebrio molitor)
Dieser 12-18 mm lange Käfer ist nach dem Schlüpfen braun und nimmt später eine schwarze
Färbung an. Kennzeichnend sind Punktstreifen auf den Flügeldecken. Er ist Überträger
mehrerer parasitärer Würmer. Aus ca. 150-200 klebrigen Eiern, die in Nahrungs-mitteln
abgelegt werden, entwickeln sich bis zu 28 mm lange Larven. Diese zunächst weißen,
später gelbbraunen Larven, sind als „Mehlwurm“ bekannt. Die gesamte Entwicklung vom
Ei zum Käfer dauert ca. 6 Monate. Verschmutzt und gefressen werden neben Mehlprodukten
und Getreideabfällen auch Teig- und Backwaren. Befallenes Mehl wird klumpig und verbreitet
einen muffigen Geruch. Ursache eines Befalls sind nicht selten unbeachtete Mehl-
oder Getreideabfälle. Bisweilen entstehen auch Schäden an Brettern und Balken, die
von den Larven durchbohrt werden können. Als Befallsursache kommen Vogelnester am
Haus in Betracht, speziell Taubennester. Diese sollten ggfs. entfernt werden. Darüber
hinaus sind Vergrämungsmaßnahmen gegen Tauben auch wegen einer Vielzahl anderer Insektenarten
unbedingt zu empfehlen. Auf Bauernhöfen dringen Mehlkäfer häufig aus Lagerbereichen
für Getreide oder aus Zwischendecken in Wohnräume ein. In diesem Fall sollte die
Tilgung durch einen professionellen Schädlingsbekämpfer erfolgen.
Messingkäfer
(Niptus hololeucus)
Der kugelige Messingkäfer hat eine Größe von 2,5-4,5 mm, ist braun und mit langen
goldgelben Haaren bedeckt. Aus den 20-30 Eiern schlüpfen nach 2-4 Wochen Larven.
Typisch ist eine jährliche Generation, bei günstigen Temperaturverhältnissen sind
zwei möglich. Die lichtscheuen Käfer wandern nachts umher und verstecken sich tagsüber
in Hohlräumen von Decken oder Fußböden. Bevorzugt werden alte Gebäude befallen. Der
Messingkäfer zeigt eine Vorliebe für Feuchtigkeit. Hauptschädling ist da vollentwickelte
Tier, das bevorzugt Seide, Kunstfasern und Wolle zerstört, aber auch z.B. Zigarren
und Lebensmittel schädigt. Massenhaft tritt der Messingkäfer in Hohlräumen auf, die
die organische Isolierstoffe oder Abfall gebracht wurden, unter Umständen von Ratten
oder Mäusen. Die aus organischen Materialien bestehende Fehlbodenfüllung in alten
Gebäuden ist der häufigste Entwicklungsort dieses Schädlings. Dort findet die Bekämpfung
statt, die sich als sehr aufwändig und langwierig erweist und daher vom Fachbetrieb
durchgeführt werden sollte.
Reiskäfer
(Sitophilus oryzae)
Dieser flugfähige Käfer ist ca. 3 mm lang. Er weist eine braune bis schwarze Färbung
sowie vier orangefarbene Flecken auf den Flügeln auf. Die gesamte Entwicklung vom
Ei über das Larven- und Puppenstadium bis zum Volltier vollzieht sich im Getreidekorn,
in einigen Fällen auch in Teigwaren oder Graupen. Die bis zu 200 Eier legt das Weibchen
in zuvor in ein Getreidekorn genagtes Loch, das nach der Eiablage mit einem Sekret
verschlossen wird. Äußerlich ist den Körnern der Befall kaum anzusehen. Befallen
wird das Innere eines Getreidehaufens, da der Reiskäfer sehr lichtscheu ist. Bevorzugt
wird Getreide mit hohem Feuchtigkeitsgehalt, das sich infolge des Befalls erwärmt
und muffig riecht. Die Schäden werden durch Folgeschädlinge weiter vergrößert. Im
Haushalt reichen einfache Mittel: Befallene Produkte werden aussortiert, Regale und
Kühlschränke gründlich gereinigt und umherkriechende Käfer aufgesaugt. Nicht befallen
werden Lebensmittel, die bei Temperaturen unter 13° gelagert werden. Befallenes Getreide
muss mit Phosphorwasserstoff begast werden. Nur so werden die in den Körnern befindlichen
Larven vernichtet. Dabei sind spezielle gesetzliche Vorschriften zu beachten.
Reismehlkäfer
(Tribolium castaneum)
Diese Käferart ist 3-4 mm groß und hell rotbraun gefärbt. Die Flügeldecken weisen
feine Punktstreifen sowie Längsrippen auf. Mehrmals jährlich schlüpfen aus 300-600
Eiern gelblichbraune Larven mit einer Größe von bis zu 8 mm. Die Entwicklung vom
Ei bis zum Käfer vollzieht sich bei Raumtemperatur in 3-4 Monaten. Der Schädling
ist gegen Nahrungsmangel und Kälte kaum widerstandsfähig. Larven und Käfer ernähren
sich von Mehl und Mehlprodukten sowie von Dörrobst, Nüssen, Teig- und Backwaren.
Der Reismehlkäfer tritt gelegentlich als Folgeschädling des Kornkäfers in Getreide
auf. Infolge eines Befalls treten starke Verunreinigungen, ein muffiger Geruch sowie
eine Erwärmung und Verklumpung des Mehls auf. Anzeichen eines Befalls sind häufig
Larvenhäute an der Oberfläche. In Betrieben mit gewerblicher Vorratshaltung kommen
zur Bekämpfung chemische Mittel oder eine Begasung in Frage. Insektizide Spritzmittel
und Nebelpräparate erweisen sich –anders als beim Kornkäfer – als wirksam, da sich
die Entwicklung dieses Schädlings außerhalb der Körner vollzieht. Auch Begasungsmittel
wie Phosphorwasserstoff versprechen eine einhundertprozentige Abtötung des Schädlings
in allen Entwicklungsstufen. Nur wenige insektizide Spritzmittel mit spezieller Zulassung
dürfen für die Behandlung befallenen Getreides eingesetzt werden.
Speckkäfer
(Dermestes lardarius)
Eine Länge von 6-10 mm, eine braunschwarze Grundfarbe sowie eine helle Querbinde
auf den Flügeldecken kennzeichnen den Speckkäfer, der eine rasche Generationenfolge
von bis zu sechs Generationen pro Jahr aufweist. Das Weibchen legt 100-200 Eier ab,
Eiablageort sind Nahrungsstoffe. Käfer und Larve sind gegen vorübergehen niedrige
Temperaturen widerstandsfähig. Sichtbare Anzeichen eines Befalls sind Larvenhäute.
Schäden verursachen die gesellig auftretenden Larven durch Schabe- und Lochfraß an
Fellen und Leder, der von der Innenseite her erfolgt. Auch Wolltextilien werden gelegentlich
befallen. Weiter Schäden werden verursacht, weil sich Larven zur Verpuppung in unterschiedliche
Materialien bohren, beispielsweise in Tabakballen, Kork, Asbest, oder Garnrollen.
In Wohnungen sind dunkle Orte bevorzugte Aufenthaltsorte der lichtscheuen Larven.
Man findet sie hinter Fußleisten, in Schubladen oder auch im Lattenrost von Betten.
Bei einem Befall sollten betroffene Orte zunächst gründlich abgesaugt werden. Dabei
sollten unbedingt auch Bereiche unter Teppichen kontrolliert werden. Kleidung sollte
kontrolliert und ausgeschüttelt werden. Das Waschen von Wolltextilien hilft nicht,
da die Waschtemperaturen von Wolle zu niedrig sind, um die Larven abzutöten. Ein
starker Befall erfordert den sachkundigen Einsatz von Kontaktinsektiziden durch Experten.
Hundefloh
(Ctenocephalides canis)
Hundeflöhe sind 1,5-3,2 mm lang, zeigen eine braune bis rotbraune Färbung und besitzen
eine längliche Kopfform. Bevorzugte Aufenthaltsorte befinden sich in der Nähe von
Hundelagerstätten. Der Hundefloh kann vorübergehend auch auf den Menschen übergehen.
Aus den bis zu 400 in der Nähe der Wirte abgelegten Eiern schlüpfen fadenförmige,
beinlose Larve von ungefähr 5 mm Länge. Mit vier bis sechs Wochen ist die Generationsdauer
recht kurz. Der Hundefloh kann mehrere Wochen ohne Nahrung überleben. Als Brutstätten
fungieren bevorzugt Ansammlungen von Kehricht und Staub in Ritzen, Fugen und an ähnlich
schwer zugänglichen Stellen. Nahrungs-grundlage der Larven sind organische Abfälle.
Die Stiche des Hundeflohs sind schmerzhaft für Mensch und Hund und verursachen einen
mehrere Tage andauernden Juckreiz sowie die Bildung von Quaddeln und Papeln. Der
Hundefloh saugt mit diesen Stichen Blut und sticht oft mehrfach zu. Dabei werden
auch Bandwürmer übertragen. Bei nur vereinzeltem Auftreten schafft regelmäßiges Staubsaugen
Abhilfe gegen Flöhe, wobei dem Schlafplatz des Hundes besondere Aufmerksamkeit zu
widmen ist. Dieser sollte mit besonderer Gründlichkeit gereinigt werden, da die Larven
hier ideale Bedingungen vorfinden. Freilaufende Hunde können mit Ungezieferhalsbändern
vorbeugend geschützt werden. Flöhe loswerden kann man mit diesen Halsbändern jedoch
nicht. Ist die Brutstätte lokalisiert und die Quelle des Befalls beseitigt, kommen
in Wohnungen mehrere Flohbekämpfungsmethoden in Betracht: Synthetische Juvenilhormon
– Metophren zerstören die Larven und Eier, Fettsäuren ersticken den Schädling und
Kaliumsalz findet Verwendung, um die Eier auszutrocknen. Bei korrekter Anwendung
geht von diesen Behandlungsmethoden zur Flohbekämpfung keinerlei Gefahr für den Menschen
aus. Achtung: In jedem Fall ist eine tierärztliche Behandlung des Hundes erforderlich!
Katzenfloh
(Ctenocephalides felis)
Der Katzenfloh weist heute die größte Verbreitung aller Flöhe auf. Er ist 1,5-3 mm
lang, hat einen kurzen Kopf und ist braun bis rotbraun. Er hält sich in Katzenlagerstätten
bzw. in deren unmittelbarer Nähe auf. Katzenflöhe können kurzzeitig auch auf Menschen
übergehen. Der Floh sticht mitunter mehrmals hintereinander zu, um sich mit Blut
vollzusaugen. Neben Quaddeln und Papeln ist ein mehrtägiger Juckreiz die Folge. Darüber
hinaus überträgt der Katzenfloh Bandwürmer. Gegen vereinzelt auftretende Flöhe bei
Katzen hilft regelmäßiges Staubsaugen und eine gründliche Reinigung des Schlafplatzes
des Haustiers. Ungezieferhalsbänder können einem Befall vorbeugen, ihn aber nicht
beseitigen. Vor dem Flöhe bekämpfen ist eine Behandlung der Katze durch den Tierarzt
unerlässlich. Die Bekämpfung gegen Flöhe selbst beginnt mit der Lokalisierung und
Beseitigung der Quelle des Befalls. In Wohnungen kommen folgende Bekämpfungs-methoden
kombiniert zum Einsatz, die bei richtiger Anwendung keinerlei Risiken für Menschen
bergen:
- Die Entwicklung der Schädlinge wird durch synthetische Juvenilhormon – Metophren
nachhaltig gehemmt
- Flöhe werden durch den Einsatz von Fettsäuren erstickt
- Zum Austrocknen der Eier sind Kaliumsalze geeignet.
Rattenfloh
(Xenopsylia cheopsis)
Das Männchen ist mit 1,4-2 mm Größe kleiner als das Weibchen, das zwischen 1,9 und
2,7 mm misst. Der Rattenfloh kann auf Menschen übergehen und wie andere Arten von
Flöhen in einigen Ländern die Pest übertragen. Hierzulande ist sein Schadenspotenzial
mit dem des Hundeflohs vergleichbar: Durch mehrfache scherzhafte Stiche wird ein
mehrere Tage andauernder Juckreiz verursacht und es bilden sich Papeln und Quaddeln.
Es kann zur Übertragung von Bandwürmern kommen.
Pharaoameise
(Monomorium pharaonis)
Die Arbeiterinnen dieser Ameisenart sind mit maximal 2,5 mm Länge sehr klein. Die
wärmeliebenden Pharaoameisen kommen ausschließlich in warmen Gebäuden vor und sind
an ihrer bernsteingelben Farbe und der dunklen Hinterleibsspitze zu erkennen. Die
Nester mit den Geschlechtstieren können sich in größerer Entfernung von Fraßort befinden
und sind meist versteckt. Die Ameisen verursachen Fraß an süßen oder eiweißreichen
Lebensmitteln, ernähren sich aber auch von organischen Abfällen. Besondere Gefahr
geht von der Pharaoameise in Krankenhäusern aus, da sie beispielsweise die Krankheitskeime
von gebrauchtem Verbandsmaterial verbreiten und dabei aufgrund ihrer geringen Größe
nahezu überall hin gelangen. Große Probleme bereiten sie beispielsweise aber auch
in Großküchen, Bäckereien, Süßwarenunternehmen oder Hallenbädern. Die Bekämpfung
mittels einer Beköderung ist eine komplexe Herausforderung, die aus-schließlich von
Spezialisten bewältigt werden kann. Das komplexe Sozialverhalten dieser Tiere schützt
sie wirksam gegen viele Bekämpfungsmethoden, die sich daher leicht als kontraproduktiv
erweisen können. Umherwandernde Arbeiterinnen zu töten führt z.B. lediglich dazu,
dass sich die Ameisen aus diesem Bereich zurückziehen und dabei sogar Satellitennester
bilden, die das Problem verschärfen. Eine wirksame Bekämpfung erfordert kontinuierliche
und systematische Maßnahmen, die einer permanenten Erfolgskontrolle unterzogen werden.
Nur so kann sichergestellt werden, dass keines der Zweignester mit einer Königin
überlebt und den Befall wieder aufleben lässt.
Rasenameise
(Tetramorium caespitum)
Die Arbeiterinnen sind 2-3,5 mm lang und weisen eine braune bis dunkelbraune Färbung
auf. Die Nester befinden sich an sonnigen Stellen mit sandigem Untergrund, aber auch
unter Steinen und Platten. Oft sind sie am Erdaufwurf zu erkennen. Die Nester können
anhand der zu ihnen führenden Ameisen-straßen lokalisiert werden. Die Rasenameise
ernährt sich von zuckerhaltigen Substanzen und von Fleisch und wird durch ein entsprechendes
Nahrungsangebot auch in Wohnungen gelockt. Dabei kann es in älteren Gebäuden zu Schäden
am Holz kommen.
Wegameise
(Lasius niger)
Die vorwiegend braunen Arbeiterinnen sind 2,5-4 mm lang. Die Nester dieser in Gärten
und Häusern am weitesten verbreiteten Ameisenart finden sich beispielsweise im Rasen,
in Mauerspalten und unter Baumrinde. Zu diesen Nestern führen Ameisenstraßen. Nahrungsgrundlage
sind Fleisch und zuckerhaltige Substanzen, von denen sie auch in Vorratsräume und
Wohnungen gelockt werden, wo sie in älteren Gebäuden Holz zerstören können.
Hausmaus
(Mus musculus)
Die Hausmaus ist an der Unterseite grau gefärbt, die Oberseite ist dunkel bis schwarz.
Sie ist 9 cm lang und besitzt einen ebenso langen Schwanz. Sie vermehrt sich sehr
rasch: In 4-6 jährlichen Würfen werden jeweils 4-9 Junge geworfen. Die Hausmaus bevorzugt
trockene Räume und verfügt über eine hohe Anpassungsfähigkeit an äußere Bedingungen.
So kommt sie beispielsweise auch in Kühlhäusern vor. Angefressen und verunreinigt
werden nicht nur Lebens- und Futtermittel, sondern z.B. auch Leder, Papier und Textilien.
Das Vorhanden-sein an Getreide kann durch 1-2 mm große Nagespäne klar von einem Befall
durch Ratten unterschieden werden. Die Hausmaus ist Überträger zahlreicher schwerer
Krankheiten wie beispielsweise Paratyphus und Trichinose. Erforderlich ist eine langfristige
Bekämpfung in Verbindung mit einem kontinuierlichem Monitoring. Eingesetzt werden
Fraßköder, die mit Antikoagulantien versehen werden. Diese Mittel unterdrücken die
Blutgerinnung und bewirken ein Absterben der Mäuse.
Wanderratte
(Rattus norvegicus)
Die Wanderratte wird bis zu 25 cm groß und hat einen bis zu 22 cm langen schuppigen,
geringelten Schwanz. Das Fell ist an der Oberseite graubraun bis rötlichbraun, am
Bauch hellgrau bis weißlich gefärbt. Die kurzen Gliedmaßen sind nackt und rosafarben.
Wie bei allen Nagetieren befinden sich sowohl im Ober- wie auch im Unterkiefer zwei
Nagezähne. Diese meißelartigen Zähne sind tief im Kiefer verankert und werden nur
durch ständige Benutzung am kontinuierlichen Wachstum gehindert. Die Wanderratte
verursacht Fraß und Verschmutzung an Nahrung und an Futtermitteln, auch an faulenden
Abfällen. Daher ist sie oft auf Müllplätzen anzutreffen. Geschädigt werden auch Mais
und andere Feldbestände. Die Wanderratte frisst auch tierische Nahrung und fällt
kleine Haustiere an. Eine Vielzahl schwerster Erkrankungen wird durch sie auf Mensch
und Vieh übertragen: Pest, Tuberkulose, Trichinose, Cholera, Typhus, Maul- und Klauenseuche
und viele weitere. Die Bekämpfung darf ausschließlich von Schädlingsbekämpfern mit
Sachkundenachweis vorgenommen werden. Dabei dürfen nur zugelassene Mittel und zum
Einsatz kommen. Keinesfalls darf dabei die abschließende Entsorgung der Tierkadaver
und das Einsammeln der ausgelegten Giftköder unterlassen werden. In Kommunen findet
oft eine großflächige Bekämpfung statt, die sowohl an den oberirdischen Laufwegen
der Ratten als auch in der Kanalisation erfolgen muss. Zum Einsatz kommen Köder mit
Antikoagulantien, um die Blutgerinnung der Ratten zu hemmen, wodurch sie absterben.
Die oberirdisch ausgelegten Köder befinden sich dabei aus Gründen der Sicherheit
in verschließbaren Behältnissen. Eine kontinuierliche Bekämpfung ist unerlässlich,
da eine ständige Zuwanderung von Ratten stattfindet. Nur ein langfristiges, systematisches
Vorgehen schützt unsere Gebäude dauerhaft vor der Bedrohung durch Ratten.
Waldzecke
(Ixodes ricinus)
Die 2-4 mm große Waldzecke erreicht im vollgesogenen Zustand eine Länge von 12 mm.
Sie hat 8 Beine, die Männchen sind von einem großen Schild bedeckt, der vom Kopf
bis zum Hinterleib reicht. Die Weibchen tragen einen deutlich kleineren Schild. Die
Larven lassen sich beispielsweise von Sträuchern auf Wirtstiere fallen, beißen sich
fest und lassen sich nach 5-7 Tagen vom Wirt herunterfallen, nachdem sie sich vollgesogen
haben. Als Wirte dienen neben Menschen auch Säugetiere, Reptilien und Vögel. Der
Stich wird kaum bemerkt, allerdings führt das Saugen zu Schwellungen. Die Waldzecke
ist Überträger der Borreliose und der Zeckenencephalitis.
Taubenzecke
(Argas reflexus)
Die Taubenzecke ist 4-5 mm lang, vollgesogen bis zu 12 mm. Sie hat 8 Beine und einen
flachen, eiförmigen Körper. Sowohl die Zecken als auch die Larven und Nymphen wandern
zu den Wirtstieren. Bevorzugte Aufenthaltsorte sind Taubenschläge und Geflügelställe.
Die Taubenzecke kann mehrere Jahre ohne Nahrung überleben. Sie überträgt die Geflügelspirochätose.
Bevorzugte Wirte sind Jungtauben, Enten und Hühner. Bei starkem Befall gehen die
Wirtstiere in einigen Fällen ein. Stehen keine Wirtstiere zur Verfügung, befallen
Taubenzecken nach längerer Zeit auch Menschen in benachbarte Wohnungen und verursachen
schlecht heilende Wunden mit starken Entzündungen. Auch Säugetiere können befallen
werden.
Bettwanze
(Cimex lectularius)
Bettwanzen sind 5-8 mm lang, rotbraun und von stark abgeplatteter Form. Vollgesogen
sind die Larven deutlich verdickt und weisen eine rote oder schwarze Färbung auf.
Die Entwicklung der Larven vollzieht sich in fünf Stadien. Die Larven ähneln dem
erwachsen Tier, weisen aber eine gelbbraune Färbung auf. Bettwanzen verstecken sich
tagsüber z.B. in Bodenritzen oder Matratzen, aber auch hinter Bildern oder Rohren.
Die ausgewachsenen Tiere sind widerstandsfähig gegen Hunger und Kälte. Am häufigsten
sind Schlafzimmer befallen. Die Wanzen wandern auch über größere Strecken zu Menschen
oder Haustieren, um Blut zu saugen. Sowohl Wanzen als auch Larven stechen bevorzugt
nachts und saugen anschließend etwa 5-10 Minuten lang Blut. Dabei wird ein toxisches
Speichelsekret eingeleitet, das bei Menschen bis zu einer Woche später stark juckende
Quaddeln hervorruft. Auch großflächige Entzündungen der Haut können die Folge sein,
in einigen Fällen kommt es zu Störungen des Allgemeinbefindens und des Sehvermögens.
Starker Befall eines Raumes verursacht einen widerlich süßen Geruch.
Heimchen
(Acheta domesticus)
Das Heimchen erreicht ausgewachsen eine Größe von ca. 20mm, kennzeichnend sind die
strohgelbe Farbe und die lederbraune Zeichnung. Es ist mit Heuschrecken und Feldgrillen
verwandt und ebenfalls zu kleineren Sprüngen in der Lage. Zur Vermehrung und als
Versteck am Tage werden bevorzugt dunkle Schlupfwinkel genutzt, in denen es warm
und feucht ist. Dieser Allesfresser sucht seine Nahrung nachts. In der warmen Jahreszeit
leben sie oft im Freien, bevorzugt auf Müllplätzen. Heimchen verursachen nur geringe
Fraßschäden, befallene Nahrungsmittel werden aber aufgrund der Verschmutzung mit
Kot und Larvenhäuten unbrauchbar. Belästigungen verursacht das Zirpen der Männchen.
Zur Detektion können Klebefallen genutzt werden, die ebenso wie Köderdosen bei einem
geringen Befall auch zur Bekämpfung eingesetzt werden können. Bei einen stärkeren
Befall stehen mit Spritzmitteln, Nebelpräparaten, insektiziden Lacken, Gelen und
Stäuben mehrerer Bekämpfungsmethoden zur Verfügung.
Silberfischchen
(Lepisma saccharina)
Diese lichtscheuen Insekten sind silbergrau gefärbt und erreichen eine Länge von
12 mm. Bei Zimmertemperatur dauert die Entwicklung ein Jahr, was der halben Gesamtlebensdauer
entspricht. Sie benötigen zwingend Feuchtigkeit und sind daher oft in Bädern, Küchen,
schlecht ausgetrockneten Neubauten und anderen feuchten Räumen zu finden. Nahrungsgrundlage
sind kohlehydratreiche Substanzen, beispielsweise Kleister, Zucker und Klebstoffe.
Loch- und Schabefraß verursachen sie z.B. an gestärkten Textilien, Leder und Bucheinbänden.
Als Bekämpfungsmittel zum Silberfische vertreiben hat sich Silikatstäuberpulver bewährt,
das in Hohlräumen und Ritzen ausgebracht wird. Gegen Silberfische reichen schon zwei
Bekämpfungen aus, um Silberfische nachhaltig zu vernichten.
Hausmilbe
(Glycyphagus domesticus)
Die weißlich gefärbte Hausmilbe ist wegen ihrer Größe von nur 0,5 mm mit bloßem Auge
nicht zu erkennen. Insbesondere eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine eventuell damit
einhergehende Schimmelbildung begünstigen die massenhafte Vermehrung dieser achtbeinigen
Tiere. Noch kleiner ist die oft im Staub auftretende Hausstaubmilbe (Dermatophagoides),
deren Weibchen 0,3-0,4 mm und deren Männchen nur 0,2-0,3 mm groß werden. Wände und
Polstermöbel in befallenen Räumen werden mit einem staubähnlichen, schmutzigweißen
Belag überzogen. Gesundheitliche Schäden können in Form von Asthma, Hauterkrankungen
und der „Hausstaubmilbenallergie“ auftreten.
Staublaus
(Lepinotus sp.)
Diese Laus ist 1-2 mm groß und meist hell, manchmal jedoch dunkel gefärbt. Teilweise
sind Flügelschüppchen vorhanden. Befallen werden Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit,
in denen Schäden durch Schabefraß an jeder Art von Papierwaren verursacht werden.
Zu einer Massenvermehrung kommt es oft in feuchten Neubauwohnungen oder in frisch
tapezierten Wohnungen, in denen der Staublaus der nahezu unsichtbare Schimmelpilzrasen
auf Tapeten als Nahrung dient. Eine starke Vermehrung findet auch in zu feucht gelagerten
Lebensmitteln statt, die dadurch schneller verderben. Geschädigt werden auch Textilien,
Matratzenfüllungen und Drogen.
Steinmarder
(Martes foina)
Der Steinmarder ist 40-50 cm lang, sein Schwanz 20-30 cm. Er ist somit geringfügig
kleiner als der Baummarder. Das Gewicht variiert in weiten Grenzen zwischen 1,1 und
2,3 Kg. Auch die Färbung ist nicht einheitlich und reicht von dunkelbraun bis zu
einem hellen Graubraun. Die Kehlzeichnung ist hell und reicht bis zur Brust. Die
kurzen Gliedmaßen sind ein auffälliges Merkmal des Steinmarders. Wenngleich die Paarungszeit
bereits im Sommer beginnt, findet die Schwangerschaft erst im Frühjahr statt. Nach
einer ca. vierwöchigen Tragezeit werden 2-7 Junge geworfen, die nach etwa zwei Monaten
entwöhnt werden und Jagdtechniken von der Mutter erlernen. Die durchschnittliche
Lebenserwartung beträgt 3 Jahre, möglich sind in Einzelfällen 10 Jahre. In Gefangenschaft
werden Steinmarder sogar bis zu 18 Jahren alt. Natürlicher Lebensraum des Steinmarders
sind lichte Laubwälder und felsige Bergregionen. Man findet ihn jedoch auch immer
öfter in Städten. Seine Höhlen baut er dort vorzugsweise in Dachstühlen und Scheunen,
aber auch in Hohlräumen von Fahrzeugen, wo er Kabel und Schläuche zerstört. Der nachtaktive
Allesfresser bevorzugt Lebendbeute, passt sich aber dem Nahrungsangebot an. Außerhalb
der Paarungszeit ist er ein Einzelgänger.